2004
Automatisiertes Logistik-System
Jährliche Einsparungen von ca. 40% CO2
Alternative Antriebe sind der Schlüssel zur Erreichung der globalen Klimaziele. Im Jahr 2022 hat die EU beschlossen, dass Neuzulassungen von Autos mit Verbrennungsmotor ab 2035 verboten sind. In Zukunft wird es umso wichtiger sein, dass Fahrzeuge mit Hybrid-, Elektro- oder anderen alternativen Antrieben die notwendigen Ersatzteile erhalten, die sie brauchen um möglichst lange genutzt werden zu können.
Für den Bereich der Hybrid-, Elektro-, Wasserstoff- und alternativ angetriebenen Fahrzeuge, ob PKW oder Nutzfahrzeuge, haben wir bereits Tausende von Komponenten im Angebot. Allein für PKW werden jährlich mehr als 2.000 neue Artikel eingeführt, und wir verfügen über eine Datenbank mit über 90.000 verschiedenen Fahrzeugvarianten.
Zudem können unsere Kunden weltweit auf mehr als vier Millionen Kataloganwendungen der bilstein group zugreifen. Das versetzt uns in die Lage, den Ersatzteilmarkt mit einem der breitesten Angebote an Reparatur- und Wartungskomponenten zu versorgen - heute und in Zukunft.
Ein wichtiger Aspekt bei Nachhaltigkeit ist für die bilstein group auch die Verlängerung der Lebensdauer eines Fahrzeugs. Wir sind uns aber bewusst, dass die CO2-Bilanz von - meist älteren - Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren mit der von Autos und LKW mit modernerer Antriebstechnik verglichen werden muss.
Positiver Einfluss auf die Nachhaltigkeitsbilanz
Als Pionier im IAM glauben wir, dass unsere hochwertigen und langlebigen Produkte die Lebensdauer eines Fahrzeugs so deutlich verlängern (bei vergleichsweise geringem Ressourceneinsatz), dass wir einen positiven Einfluss auf seine Nachhaltigkeitsbilanz insgesamt haben.
Indem wir mehr und mehr Ersatzteile für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben in unser Sortiment aufnehmen, können sie in den kommenden Jahren länger auf der Straße fahren. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag, um die die Zukunft der nachhaltigen Mobilität zu sichern.
Klimaschutz ist uns ein zentrales Anliegen: Wir bekennen uns zum Pariser Klimaschutzabkommen. Um dazu einen Beitrag zu leisten, reduziert die bilstein group Emissionen entlang der Wertschöpfungskette und setzt dafür zum Beispiel auf energieeffiziente Technologien, erneuerbare Energien, ressourcenschonende Produktionsprozesse und Baustandards sowie ein umfassendes Energiemanagement.
„Damit leisten wir einen Beitrag zur Ressourcenschonung und werden gleichzeitig unserem Selbstverständnis als Familienunternehmen gerecht: Wir denken und planen in Generationen – dabei spielt auch der Klimaschutz eine zentrale Rolle“, so Geschäftsführer Jan Siekermann.
Die bilstein group setzt nicht nur darauf, CO2- Emissionen zu vermeiden – wir produzieren auch unseren eigenen Strom. Auf unserer Produktionshalle in Ennepetal und unserem Logistikzentrum in Gelsenkirchen haben wir Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen) installiert.
Unsere erste PV-Anlage ging bereits im Jahr 2017 mit unserer neuen Eigenfertigung in Ennepetal in Betrieb. Im Jahr 2021 kam die PV-Anlage auf unserem neuen Logistikzentrum in Gelsenkirchen hinzu.
Die PV-Anlage in Ennepetal ist mit etwa 6.000 m² eine der größten im Ennepe-Ruhr-Kreis. Die Produktion nutzt rund 80 % des gewonnenen Stroms (ca. 600.000 kWh/Jahr) für die eigenen Maschinen. Der überschüssige „grüne“ Strom wird ins allgemeine Stromnetz eingespeist.
Die PV-Anlage in Gelsenkirchen ist ebenfalls circa 6.000 m² groß und verfügt über 2.200 Photovoltaikmodule. Damit können über 700.000 kWh Strom im Jahr produziert werden.
Durch die Ost-West-Ausrichtung erreicht die PV-Anlage in Gelsenkirchen einen Eigenverbrauchanteil von über 80%.
Die beiden PV-Anlagen haben eine Leistung von 749 kWp und können den jährlichen Strombedarf von 500 Haushalten decken. Die PV-Eigenstromerzeugung ist bis 2024 kumuliert auf 8,124 Millionen kW/h angestiegen.
Unsere Logistik- und Produktionsgebäude sind nicht nur funktional, sondern auch hoch energieeffizient. Ein Beispiel dafür ist unser 2022 eröffnetes Logistikzentrum in Gelsenkirchen, das nach dem KfW-Effizienzhausstandard 55 gebaut wurde. Das bedeutet, dass der Standort rund 45 Prozent weniger Primärenergie benötigt als vergleichbare Neubauten ohne diese Effizienzmaßnahmen.
Das neue Logistikzentrum wurde konsequent nachhaltig geplant. Neben der Einbindung in die vorhandene Umgebung und der Reduktion von Lärmemissionen haben wir großen Wert auf den Schutz der Biodiversität gelegt. Unsere speziell angelegten Außenanlagen tragen zur Förderung der Artenvielfalt bei.
Bessere klimatische Bedingungen für unsere Mitarbeitenden
Nachhaltigkeit bedeutet für uns nicht nur Umweltschutz, sondern auch ein angenehmes Arbeitsumfeld. In Gelsenkirchen haben wir zwei Hallen sowie den Haupteingang mit einer 15.000 m² Quadratmeter großen Dachbegrünung ausgestattet. Diese reduziert nicht nur die negativen Auswirkungen von Starkregen, sondern verbessert auch das Raumklima in den darunterliegenden Bereichen – ein wichtiger Faktor für das Wohlbefinden unserer Mitarbeitenden.
Unsere Anstrengungen wurden bereits gewürdigt: Die bilstein group wurde für die hohen Umwelt- und Nachhaltigkeitsstandards beim Bau des Logistikzentrums mit dem Umweltpreis des Aftermarket-Dienstleisters PARTSLIFE ausgezeichnet.
Jan Siekermann, Geschäftsführer der bilstein group, sieht sich angesichts der Auszeichnung im Kurs des Unternehmens bestätigt: "Der PARTSLIFE Umweltpreis ist ein Beleg dafür, dass sich die bilstein group beim Thema Nachhaltigkeit auf dem richtigen Weg befindet."
In unseren Logistikzentren setzen wir überwiegend auf automatisierte Logistiksysteme. In Gelsenkirchen können wir dadurch beispielsweise rund 75 % des Platzes einsparen, den ein rein manuelles Lager benötigt.
Außerdem setzen wir energieeffiziente Komponenten und Antriebe ein (aktive Abschaltung der Fördertechnik bei Nichtgebrauch; Nutzung der Bremsenergie der Regalbediengeräte).
Durch Einsparungen bei Licht und Wärme sowie Prozessenergie produzieren wir in unseren automatisierten Lagern bis zu 1.500 t CO2 pro Jahr weniger als in einem vergleichbaren manuellen Lager.
"Auch andere Faktoren spielen eine Rolle: In der Produktion wird die Abwärme der Maschinen genutzt, um in kälteren Monaten die von außen angesaugte Frischluft zu erwärmen, sodass die Halle nicht zusätzlich beheizt werden muss. Die Abwärme der Kompressoren wird wiederum eingesetzt, um warmes Wasser für die Sanitärräume zu erzeugen. Für unsere Metallhärtungsprozesse nutzen wir konsequent Regen- und Drainagewasser zur Abkühlung des Wassers im Kühlkreislaufs. "
So trägt unsere Produktion zum Klimaschutz bei:
Frischwasserverbrauch -
konsequente Nutzung von Drainagewasser
Rückführung der Prozesswärme -
kein Verlust wertvoller Energie
Energieeinsparung -
Fertigungshalle gemäß KfW-55-Standard
Unsere deutschen Standorte – Scope 1 und 2
Unsere Standorte in Deutschland machen mehr als 80 % der gesamten Scope -1- und Scope -2-Emissionen aus. Deshalb lag unser Fokus in der Vergangenheit vor allem darauf, die Emissionen an unseren deutschen Standorten so weit wie möglich zu reduzieren und zu vermeiden.
Wir haben es geschafft, einen erheblichen Teil unserer Scope -1- und Scope -2-Emissionen im Market-based Ansatz in Deutschland zu vermeiden, indem wir für alle unsere Standorte „grüne“ Stromzertifikate mit Herkunftsnachweisen und für unser Logistikzentrum in Gelsenkirchen klimafreundlichere Fernwärme gekauft haben.
Darüber hinaus werden wir in den kommenden Jahren unsere Maßnahmen in unseren Tochtergesellschaften auf der ganzen Welt ausweiten.
* Scope 1: umfasst die direkte Freisetzung klimaschädlicher Gase im eigenen Unternehmen.
Scope 2: umfasst die indirekte Freisetzung klimaschädlicher Gase durch Energielieferanten.
Indirekte Treibhausgasemissionen – Scope 3
Um mehr Transparenz darüber zu erlangen, wie sich unsere indirekten Geschäftstätigkeiten und unsere Lieferkette auf den Klimawandel auswirken, haben wir uns entschlossen, eine systematische Bewertung der Scope -3-Emissionen mithilfe der GHG-Protokoll-Richtlinien durchzuführen.
Für die Berechnung der Scope -3-Emissionen haben wir Sekundärdaten und Emissionsfaktoren aus zuverlässigen Datenbanken verwendet. Wir konnten feststellen, dass diese Daten nicht sehr präzise sind und oft spezifische Informationen für unsere Branche fehlen. Daher planen wir in der Zukunft, Primärdaten zu Kohlenstoffemissionen direkt von unseren Lieferanten zu sammeln und Möglichkeiten zur weiteren Reduzierung der Scope-3-Emissionen zu untersuchen.